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In die Ganze Welt

Hans-Hermann Walter verschickt NSU-Teile in die ganze Welt

Drei Buchstaben - eine Leidenschaft

VON AXEL BÜRGER


Eine lebenslange Leidenschaft: Hans-Hermann Walter hat mehrere NSU. Darunter auch ein NSU-Spider. | Foto: Bürger

Lemgo-Hörstmar. Aus Hörstmar in die weite Welt - hier geht es weniger um eine Reise, sondern um eine Standardstrecke für NSU-Teile. Hans-Hermann Walter hat ein Leidenschaft für das Auto und handelt mit Ersatzteilen.


NSU, das war in den 60er Jahren vor allem der NSU Prinz oder der TT, ein kleiner Zweitürer, leicht und schnittig. "Jeden Tag bin ich einmal mit meinen Paketen in der Postagentur Lieme. Zwischen zehn und zwanzig Stück sind es, die von Lemgo aus in die ganze Welt gehen", stellt der 60-jährige Kfz-Meister fest.


Walter betreibt am Industrieweg nahe dem Hörstmaraner Automuseum eine Werkstatt und ein Lager für NSU-Teile. Von der Stoßstange bis zum Ventil, vom Original-Emblem bis zur nagelneuen Windschutzscheibe hat er für fast jede Nachfrage eine Lösung.

"Alles fing 1986 an, als ich in Essen ein NSU-Ersatzteillager auf gut Glück aufgekauft habe", erinnert sich der Lemgoer. Von da an kümmerte sich Walter quasi rund um die Uhr um die Marke NSU. Heute, stellt er mit berechtigtem Stolz fest, wird sein Name im Audi-Werk Neckarsulm genannt, wenn dort jemand nach NSU-Teilen fragt. Denn die Marke wurde 1969 mit Audi verschmolzen. Mit dem Verschwinden der Firma endete natürlich nicht die Freude am Fahren. Walter: "Ich denke, in Deutschland sind mehr als 7000 NSU-Oldtimer angemeldet. Selbst jüngere Leute haben wieder Spaß an den leichten und schnellen Flitzern."

Walter selbst hat mehrere restaurierbedürftige Fahrzeuge auf dem Hof oder in der Werkstatt stehen. Von 1976 bis 1979 betrieb der gelernte Maschinenbau-Techniker und Kfz-Meister noch eine Tankstelle in der Paulinenstraße. Vorher arbeitete er bei einem VW-Händler. Gute Beziehungen unterhält er zu seinem unmittelbaren Nachbarn in Hörstmar, Dr. Räker - der bekannte Porsche-Liebhaber. Walter selbst hatte mit Oldtimern gute Erfahrungen gemacht. 1992 fuhr er mit einem 1304 TS von Glas (produzierten das bekannte Goggomobil) in der historischen Tourenwagenmeisterschaft auf den 2. Platz. 

Seit er NSU-Modelle (sehr bekannt ist der Prinz) restauriert und Ersatzteile verkauft, kennt Walter die europäische Landkarte gut, die Weltkarte zunehmend besser. Scheiben bezieht er aus Finnland und verkauft sie nach Israel. Zierleisten, Bremsteile oder Auspuffanlagen landen in Kanada. NSU-Fans gibt es überall. "Bei mir in Hörstmar war mal ein Ehepaar aus Niedersachsen, das hatte seinen 1964 gekauften NSU immer noch. Der hatte bereits 420 000 Kilometer gelaufen. Mittlerweile steht er im Museum. Die waren mit dem Wagen in Moskau und Marokko." Hans-Hermann Walter kann so manche Anekdote erzählen. Randgeschichten, sei es über den Wankelmotor im Ro 80 oder seine Teilzeitkraft in der Werkstatt, ein 68-jähriger "Schrauber", der mit Leidenschaft die Oldtimer in Schuss bringt.

Und ein Ende ist nicht in Sicht. Das Lager ist voll, Anfragen gibt es täglich. Die meisten am Telefon, genauso viele via Mail. Das Potenzial ist so groß, dass der NSU-Fan auch Teile extra neu anfertigen lässt. Bremsscheiben beispielsweise. Nur selten muss er passen: "Original-Bezüge für die Polster, da wird es eng. Das produziert auch heute keiner mehr", sagt der Kfz-Meister. Ansonsten habe er eine Menge Sachen am Lager. In dem, sagt der 60-Jährige spaßend, würde sich so mancher NSU-Fahrer liebend gern mal über Nacht einschließen lassen.

17:55h, Donnerstag 27.10.2011Schach-Regionalliga: Möhnesee - SF Lieme 3,5:4,5 Liemer Spitzenbrett sichert den Erfolg!

Möhnesee. Am zweiten Spieltag der Regionalliga stand für die Schachfreunde Lieme der Auswärtskampf in Möhnesee auf dem Programm. Als einziger Stammspieler fehlte Reinhold Sölter, der an Brett 8 durch Udo Hötger ersetzt wurde. Die erste Entscheidung fiel nach gut 3 Stunden, als Holger Stork an Brett 4 seinen Gegner mit den schwarzen Steinen bezwingen konnte. Es sollte der einzige Schwarz-Sieg in diesem Mannschaftskampf bleiben. Lieme konnte die Führung ausbauen, weil Andre Schaffarcyzk an Brett 3 und Stephan Hohn an Brett 5 zu sehenswerten Angriffssiegen kamen. Zwischenzeitlich musste allerdings Rene Wittke an Brett 2 seine Partie aufgeben: In ausgeglichener Stellung übersah er einen taktischen Einschlag seines Gegners. An Brett 8 konnte Ersatzmann Udo Hötger das Eröffnungsduell  für sich entscheiden. Im Mittelspiel verschätzte er sich dann allerdings bei der Bewertung einer taktischen Abwicklung und konnte die Stellung danach nicht mehr in das Remis retten.
An Brett 7 behandelte Lars Langenhop die Eröffnung schwach und entkam nur mit Glück in das Mittelspiel und am Ende sogar in das Remis. Eine starke Vorstellung bot Andy Himpenmacher an Brett 1. Schritt für Schritt wurde der weiße Angriff verstärkt, ohne die eigene Stellung dabei zu schwächen. Am Ende konnten die Drohungen nur noch unter Materialverlust abgewendet werden. Dies reichte für Andy aus, das Endspiel und somit auch den Mannschaftskampf für Lieme zu gewinnen. Die letzte Partie spielte Joachim Stork an Brett 6. Die Stellung war für ihn bereits nach der Eröffnung schwierig und es stellte sich heraus, dass er die sich ergebenden Probleme nicht mehr richtig in den Griff bekam. Endstand somit 4,5-3,5 aus Liemer Sicht. Somit kann man mit dem Saisonstart nach zwei knappen Siegen sehr zufrieden sein. Am nächsten Spieltag im November erwarten die Schachfreunde den SK Werther im Liemer Gemeindehaus. 
 
Foto:: Andy Himpenmacher agierte am Spitzenbrett überragend.

rudolf.kopp

Der Beitrag wurde am Donnerstag, dem 27. Oktober 2011 um 17:55 Uhr veröffentlicht und wurde unter Sport,Startseite abgelegt.

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